Szenen eines Stadtteils

Endlich mal ein Buch über Afrika ohne Folklore, soziale Betroffenheit, kolonialen Eurozentrismus, Armut. Dafür gibt es genug andere Probleme. Protagonisten der Graphic Novel sind der evangelikale Reverend Akpoborie und seine Familie, Ehefrau und 3 gerade erwachsene Kinder. Sein Sohn traut sich nicht, sich als homosexuell zu outen, die eine Tochter ist lesbisch, die andere schwanger, was sie dem strengen Vater gegenüber ebenfalls verschweigen möchte. Der bigotte Geistliche aber benimmt sich gar nicht, wie er es allen vorschreiben möchte: er belästigt das Hausmädchen sexuell, bis diese ihre Arbeitsstelle verlassen muss. Daneben gibt es viele weitere Einblicke in das Leben der Nachbarn in einem Mittelschichts-Vorort im Großstadtmoloch Lagos.

 

“Wie haben das nicht gewusst”

Die Berliner Autorin, Jahrgang 1968, hat eine Graphic Novel zu ihrer Familiengeschichte erarbeitet, die gleichzeitig eine Geschichte Deutschlands im  bewegten 20. und 21. Jahrhundert ist, sowie auch als spezieller Berlinreiseführer benutzt werden kann. Als sie sich erstmals als junge Frau mit dem Wirken ihrer Großeltern während ders Nationalsozialismus’ auseinandersetzt, stößt sie auf Verdrängung und Lügen. Was hat ihr Großvater Heinrich, angeblich als Buchhalter bei der Wehrmacht in Riga stationiert, von den Gräueltaten der Nazis gewusst? War er vielleicht selbst beteiligt? Bald stellt sich die Frage nach der Mitschuld ihrer Familie. Sie erfährt, dass diese in einem Haus lebte, das ehemals von jüdischen Mitbürgern bewohnt war. Hat die Familie von der Vertreibung profitiert oder war sie gar dafür verantwortlich? Bianca Schaalburg recherchiert die Ereignisse und stellt die Frage nach Schuld und Verantwortung einer ganz normalen deutschen Familie. Wir folgen ihrer detektivischen Spurensuche durch die Nazizeit, die Nachkriegsjahre, zu den Stasi-Akten des Kalten Krieges, ins Jahr 1968, als ihre Elterngeneration begann, Fragen zu stellen, bis ins Berlin der Wendezeit und schlussendlich in die heutige Zeit. Das Buch ist eine “Doku-Fiction” Schaalburgs Forschungsergebnisse aus Tagebüchern, Fotoalben, Archiven, Bibliotheken und anderen Informationsquellen kombiniert sie mit fiktiven Puzzleteilen. Nicht nur zeichnerisch eine Wahnsinnsarbeit. Toll auch der umfangreiche Anhang, der mich dazu brachte, das Buch gleich noch einmal zu lesen.

Die Eistee-Philosophien

Das fast ganz normale Leben des 18-jährigen Peter mit allen Begebenheiten, die einem wie Katastrophen vorkommen und aus der Sicht eines Jugendlichen betrachtet auch solche sind. Da ist die schon mherfach verpatzte Führerscheinprüfung, eine unglückliche Liebe zu Anke, Mobbing, merkwürdige Eltern – die typischen Ingredienzen für einen Coming of Age-Comic. Glücklicherweise gibt es neben Eistee im Tetrapack, Hulk Hogan, einem erstaunlicherweise tagaktiven Waschbären noch Peters verständnisvolle Freundin Kiana. Die Graphic Novel trifft direkt die Gefühle fast aller zwischen 13 und 31. Und wiedererkennen tun sich auch alle anderen in irgendeiner Weise.

Wer bin ich? 

Sebastians Besuch des Tags der offenen Tür der Uni mit seinem Freund Tolly entwickelt sich ganz anders als gedacht. Er trifft Frida, die witzig, schlagfertig und ausgefallen ist. Blitzschnell erfindet sie Geschichten über sich und andere – doch wer ist sie wirklich? In ihren Bann gezogen beginnt eine Freundschaft zwischen den dreien und sie lernen sich an einem Tag besser kennen als so manche über Jahre.

Ein lustiges, kurzweiliges Buch, welches sich aber auch mit sehr tiefgehenden Fragen beschäftigt und zum Nachdenken anregt. Die Erzählzeit spannt sich nur über den Tag der offenen Tür, dementsprechend schnell und gut zu lesen ist der Erzählstil. Spannend ist, wie sehr sich die Charaktere innerhalb eines Tages verändern und zugleich glaubwürdig und lebensnah bleiben. Neben dem Thema der Freundschaft, besonders zwischen Sebastian und Frida, wird unter anderem auch die Berufswahl und Trauer behandelt. Frech und schön zugleich!

Auburn, Pennsylvania, 2. September, Krähenbestand: 212

„Ich will die Eier lieber an die Wand schmeißen, dass sie zerplatzen. Ich will, dass sich das Haus so schlimm anfühlt, wie es sich anfühlt, wenn wir manchmal nach Hause kommen und er schon wartet, mit Brutalität in den Augen.“ (S. 52) – Die 17- jährige Leighton und ihre zwei jüngeren Schwestern sind eigentlich ganz normal, gehen zur Schule, treffen sich gerne mit Freunden, usw. Bis auf den Moment, wenn ihr Vater nach Hause kommt. Dieser wird immer wieder gewalttätig, gegen seine Frau und Töchter. Die Nachbarn gucken nur zu. Die Mutter kann ihn nicht verlassen. Ihm tut es im Nachhinein immer wieder leid. Während sich die Lage zuhause immer weiter zuspitzt, beginnt auch die Menge an Krähen in der Stadt immer mehr zuzunehmen. Eine Eskalation scheint unabwendbar…

Kyrie McCauley hat mit ihrem Debüt ein komplexes und schweres Thema in Angriff genommen, wichtig, denn immer noch sehr aktuell. Dieses hat sie dabei absolut fesselnd und mitreißend geschrieben. Durch die Sicht Leightons wird ein einfühlsamer Einblick in den Zwiespalt der Betroffenen gegeben.  Das Buch lässt einen nicht mit einem negativen Gefühl zurück, sondern, durch die vielen kleinen positiven Momente, mit Hoffnung. Ein eindrucksvolles, sehr zu empfehlendes Buch!

Verloren, Verborgen, Verraten: Ost- Berlin 1986

Sebastian wird nach dem Tod seiner Mutter in ein Durchgangsheim gesteckt, welches an ein Kindergefängnis und Arbeitslager erinnert. Dort lernt er Katja kennen, die immer wieder Wege findet aus dem Heim zu flüchten. Glücklicherweise taucht Sebastians Vater wieder auf, der die Familie Jahre zuvor verlassen hatte, und holt ihn zu sich. Katja nutzt diese Chance und versteckt sich im Auto des Vaters und, nachdem Sebastian sie findet, auf dem Dachboden im Wohnhaus des Vaters. Alles scheint besser zu werden, bis ein Mann an der Schule auftaucht und ihn für die Stasi gewinnen möchte. Ihm bleibt keine andere Option als die Stasi zu unterstützen und sein Umfeld zu bespitzeln…

Ein wenig beachtetes Thema wird von Grit Poppe dargestellt: Heime und Jugendwerkhöfe in der DDR und die Rolle von Jugendlichen als inoffizielle Mitarbeiter für das Ministerium für Staatssicherheit. Neben der fiktiven Sichtweisen von Sebastian und Katja folgt am Ende des Buches ein Zeitzeugenbericht, wodurch einem das Thema noch näher gebracht wird. Das Buch ist dabei nicht nur informativ, sondern auch spannend und fesselnd geschrieben. Sehr zu empfehlen!

 

Hinter den Kulissen der Modelwelt

Die Traumvorstellung vieler Mädchen: Als Model entdeckt, gleich in einer großer Agentur aufgenommen und als DER neue Star angepriesen werden. Raus aus dem langweiligen Alltag, rein in das Leben der Promis und mit einem riesigen Gehalt. All das passiert Jana, 16, über 1,80 und oft für ihre Größe gehänselt. Schnell landet sie auf den Laufstegen der Fashion Weeks und bei berühmten Fotografen. Doch die Annahmen über das Modelleben werden genauso schnell zerschlagen. Hinter den Kulissen sieht die Lage für die Models ganz anders aus: Von Drogen, Essstörungen, Sexismus, unglaublichem Druck der Agenturen und sexuellen Übergriffen ist alles dabei…
Mit Meat Market wird ein wichtiger und interessanter Einblick in die Traumwelt der Models gegeben. Der „Fleischmarkt“ wirkt besonders durch den Charakter eines Dokumentationsfilms absolut realistisch, auch wenn es sich um eine fiktive Geschichte handelt. Die Geschichte ist aus Janas Sicht geschrieben, schön ist dabei auch der Versuch Jugendsprache aus einem Londoner Brennpunktviertel in die deutsche Übersetzung zu übertragen. Auch wenn viele sehr schwere Themen behandelt werden, rücken auch Aspekte wie Female Empowerment und Feminismus in den Vordergrund, wodurch man das Buch gestärkt abschließt. Alles in allem ein sehr spannendes Buch mit aktuellen und kontroversen Themen, welches zum Nachdenken über die Scheinwelt der Prominenten anregt.

Der spanische Bürgerkrieg ist immer noch lebendig

Belchite ist die Stadt, die als Symbol für den Spanischen Bürgerkrieg (1936-1939) steht. Komplett zerstört gelten die Ruinen der Stadt in der Provinz Saragossa heute als Mahnmal gegen die zerstörerische Kraft eines Krieges. In diesem Buch besichtigt die junge Emilia im Urlaub mit ihrem Vater die zerstörte Stadt. Zunächst langweilt sie sich, dann beginnt sie nach einem Chat mit ihren Freunden, den “Lost Place” auf eigene Faust zu erkunden. Dabei stürzt sie, trifft auf den jungen Alejandro im Jahr 1937 und wird Zeitzeugin eines Angriffs auf die Stadt. Trotz des knappen Umfang des Buches, das auch Lesemuffel durch den knappen Text und die vielen atmosphärisch sehr passenden Illustrationen ansprechen wird, ist es der Autorin gelungen, daraus zugleich eine Zeitreise, eine Liebesgeschichte und einen historischer Roman zu kreieren.

Die letzten 36 Stunden 

Penzberg, 27./ 28. April 1945. Eine Vollmondnacht des Grauens. „Endphasenverbrechen“.
Kurz vor Ende des Krieges und allen ist so gut wie klar, dass die Amerikaner fast da sind. Eigentlich wäre eine Kapitulation zu erwarten. Doch wie entscheidet man in einem solchen Moment? Auf welche Seite schlägt man sich? Die der „Feinde“ oder die des eigenen Volks? Der Zwiespalt unter den Menschen wird in dieser Mordnacht besonders deutlich. Der von den Nazis abgesetzte Bürgermeister übernimmt wieder kurzzeitig die Position. Zugleich bekommt die Wehrmacht den Auftrag, dass sie alle Vaterlandsverräter exekutieren sollen. All das beobachtet von Marie und Schorsch, zwei Jugendliche aus Penzberg…

Kirsten Boies Kurzgeschichte überzeugt nicht nur mit der guten Recherche über ein Verbrechen, dass kaum jemandem bekannt ist und verschwiegen wird. Die Geschichte ist auch einfühlsam aus der Sicht der Jugendlichen geschrieben, ohne den grausamen Inhalt zu verwischen. Dabei ist sie so spannend geschrieben, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Im Anschluss der Geschichte folgt ein kurzer Informationsteil über das Verbrechen, mit 16 Toten aber keinem Mörder. Ein absolut wichtiges Buch mit einer ganz anderen neuen Sichtweise auf den Krieg, welches zum Nachdenken anregt.

Die schillernde Jugend

Die norwegische Autorin Linn Skåber hat Teenager begleitet und zu ihrem Leben befragt: Wie fühlt man sich heute als junger Mensch? Was ist das Beste an dieser Zeit zwischen Kindheit und Erwachsensein – und was das Schlimmste? Wovor hast du Angst, was macht dich froh? Wie siehst du deine Eltern? Und was ist dein größter Traum? Aus diesen Gesprächen ist eine beeindruckende Sammlung von verschiedenartigen Texten geworden, in denen die Zeit der Pubertät sehr persönlich und einfühlsam beschrieben wird. Die Bandbreite der Texte ist groß: Gedichte, Geschichten, Lustiges, Trauriges, immer Ehrliches. Die Autorin komponiert ein Epos aus ein bisschen Wehmut über das Ende der Kindheit und freudiger Aufregung über das, was den jungen Menschen noch alles passieren wird. Ein tolles Geschenk zur Konfirmation.
 

Der Sommer im Todestrakt

Ed, der Bruder von Joe, sitzt seit 10 Jahren in Texas in einer Todeszelle. Nun wurde sein Hinrichtungsdatum festgelegt und Joe macht sich auf die Reise um seinen Bruder wiederzusehen, ihn richtig kennenzulernen und gleichzeitig Abschied zu nehmen. Auch wenn er nicht weiß, ob sein Bruder unschuldig ist und er ihn nur als kleinen Jungen kennengelernt hat, versucht er ihm zu vergeben. Dabei lernt er nicht nur viel über seinen Bruder, sondern auch über sich selbst.

Es wird auf ergreifende Weise die Beziehung zwischen zwei Brüdern, denen viel Zeit miteinander genommen wurde, aufgezeigt. Zwischen den gemeinsamen Erinnerungen und dem Hier- und- Jetzt werden Fragen über den Wert des Lebens, Schuld und Vergebung und Abschied aufgeworfen. Durch die Versform wird eine besondere Atmosphäre geschaffen und die wichtigsten Aspekte werden hervorgehoben.

Der Roman regt zum Nachdenken über das diskussionswürdige Thema der Todesstrafe an. Auf der einen Seite wird es akzeptiert und nicht hinterfragt, auf der anderen Seite wird die Willkür und Fragwürdigkeit hinter manchen Entscheidungen und dem gesellschaftlichen System dargestellt.

Insgesamt sehr empfehlenswert, nicht nur um den ethischen Themen näher zu kommen, sondern auch um bis zu den letzten Seiten gefesselt zu sein.

 

Geschichte von oben

Der 14-jährige Simon hat 16 Millionen englische Pfund bei einer Pferdewette gewonnen, doch er kommt ohne die Unterschrift seiner Eltern nicht an das Geld. Doch seine Mutter liegt im nach einem Angriff auf sie in ihrem Haus im Koma, der Vater ist als mutmaßlicher Täter auf der Flucht. Simon kommt nicht an seinen Gewinn, muss in ein Kinderheim ziehen, der mysteriöse Dan taucht auf, verschiedene Betrüger wollen an sein Geld und dann ist da auch noch ein Blauwal … Auf der abenteuerlichen Jagd nach einem Ausweg nimmt der Loser Simon endlich sein Leben selbst in die Hand und beginnt sich zu wehren. Das Überraschende an dem Buch ist die Präsentation: Panchaud nutzt für die Graphic Novel eine ganz neue visuelle Form – die Infographik. Piktogramme, Schautafeln, detaillierte Lagepläne und die konsequente Darstellung aller Beteiligten wie in Google Maps als farbiger Punkt, zu sehen aus der Vogelperspektive, lassen den/die Betrachter*in  eine Distanz zum Geschehen entwickeln, aber gleichzeitig zu Voyeuren werden. Die Story entwickelt sich hautsächlich in unseren Köpfen, die mit Phantasie die Abstraktionen auflösen.

 

Durst ohne Wasser –  Tap out

Südkalifornien, Hochsommer, Tap Out. Kein fließendes Wasser für Tausende von Menschen. Alyssa und ihre Familie werden wie der Rest der Bevölkerung um Ruhe und Sparsamkeit mit dem Wasser gebeten. Doch wie, wenn das Wasser nur wenige Tage reicht. Gemeinsam mit ihrem kleinen Bruder und drei anderen Jugendlichen muss Alyssa allein um ihr Überleben kämpfen. Sie treffen auf Menschen, die sich gegen gängige Zivilisationsregeln gewandt haben. Menschen, die zu “Wasserzombies” werden. Nur vereinzelt auf die, die eine Gemeinschaft gründen und so zu Überleben versuchen. 
Der dystopische Roman zeichnet die Situation auf packende Art und Weise. Die realistischen, genauen Beschreibungen erstellen ein genaues Bild vor Augen. Man fiebert mit den Schicksalen aller mit, nicht nur der Hauptcharaktere, sondern auch mit den Betroffenen, die in “Snapshots” ihre Geschichte erzählen. Die Aktualität des Ganzen macht das Thema noch relevanter. Es kommt zu einer Lage, die man als Unvorstellbar empfindet, doch auf Grund des Klimawandels in naher Zukunft gar nicht so unwahrscheinlich ist. Insgesamt ein hochaktueller Roman, der einen nicht so leicht wieder loslässt und den Wert des Wassers schätzen lässt.

Aufbruch ins Ungewisse

Die guten Freunde Soraya und Tarek treffen sich nur einmal im Jahr, wenn Tareks Familie auf dem Weg in das Sommerlager an Sorayas Dorf vorbeikommen. Auf Grund eines alten Brauchs durfte Soraya als Junge aufwachsen, wird nun aber von den Taliban bedroht. Tarek, aus einer Nomadengruppe, wird von den Taliban aufgerufen, ein Teil der Bewegung zu werden. Beide haben kaum eine andere Wahl als sich auf die Flucht zu begeben, ein Treffen in den Bergen bleibt in diesem Jahr also aus. Sie machen sich auf den langen Weg in die Fremde und treffen unverhofft doch wieder zusammen.
Abschied in die Fremde, eine gefährliche Reise, die Ankunft in Europa mit nur den eigenen Kleidungstücken am Körper. Das Buch reißt einen vom ersten Satz an in die Geschichte hinein und lässt einen erst zum Schluss wieder los. Das traurige Szenario wird authentisch anhand der detaillierte Recherche dargestellt. Die atmosphärische Sprache schafft einen ganz anderen Blickwinkel auf unsere Welt. Durch die Karte im Vorsatz des Buchs kann man die Reise der Beiden genau mitverfolgen und lässt die Geschichte noch echter wirken. Ein wichtiges Buch, das hilft die Flüchtlinge und deren kulturelle Hintergründe zu verstehen und so zur weiteren Auseinandersetzung mit dem Thema anregt. 

Mädchen von heute

Ein brennend aktueller Roman, fesselnd und authentisch. Kim, zu ihrem Kummer erst 15 Jahre alt, inszeniert sich perfekt durchgestylt als Bitch Tinka auf Instagram & Co. Wie es in ihr aussieht, weiß nur sie. Ihr Ziel: Eine Model-Karriere im Stil der Casting-Show „Perfect Girl“. Dafür tut sie alles, auch als der Fotograf ihr beim ersten Shooting unangenehm nahe kommt. Schnell verwandelt sich die Glitzerwelt der Laufstege in einen Albtraum. Doch dann nimmt Tilda, die Ähnliches erlebt hat, zu Kim Kontakt auf … Der erzählerisch total gelungene Showdown  greift die #MeToo- Debatte au