Die Lesenetz-Buchtipps

Sarah Suzuki
Yayoi Kusama: Eine Welt voller Punkte
Verlag: Bilderbande bei E.A. Seemann
Seitenzahl: 21
Gebunden
ISBN (13): 978-3-86502-510-4
Illustrationen: Ellen Weinstein
Übersetzung: Aus dem Englischen von Nora Schröder

Against all dots

Das MOMA –  das Museums of Modern Art (MOMA) in New York City besitzt  zahlreiche Werke von Yayoi Kusama – der weltweit wohl berühmtesten bildenden Künstlerin. In „Eine Welt voller Punkte“ erzählt Sarah Suzuki , die stellvertretende MOMA-Direktorin, in wenigen und einfachen Worten die Lebensgeschichte dieser außergewöhnlichen Frau, die 1929 als Gärtnertochter in der japanischen Provinz geboren wurde und in den 1960er Jahren die New Yorker Kunstwelt mit ihren Happenings und Bildern eroberte.  Punkte in allen Farben und Materialien –  als Bilder und Skulpturen, als Videos, auf riesigen Kürbissen oder als Lichtinstallationen – stehen seit den ersten Visionen als Zehnjährige im Mittelpunkt von Kusamas Werk, und sie begleiten Suzukis Text und die klaren Illustrationen von Ellen Weinstein. So gelingt eine Künstlerinnenbiografie auf 40 luftigen Seiten, welche die immense Bandbreite von Kusamas Schaffen visuell darstellt. Auch wenn manches unerwähnt bleibt, etwa ihr Kampf gegen doppelte Diskriminierung als Frau und Asiatin in der weißen, männlich dominierten Kunstwelt der USA, oder ihre psychischen Krisen und Extremzustände, die sie 1973 Jahren zur Rückkehr nach Tokio und zur Selbsteinweisung  in eine psychiatrische Einrichtung zwangen, wo sie heute noch lebt – „Ein Leben voller Punkte“  porträtiert Kusamas Leben und Werk auf eine Weise, die sowohl dieser einzigartigen Künstlerin als auch den Kindern gerecht wird, für die dieses Buch gestaltet wurde. Das Buch öffnet Türen in die zeitgenössische Kunst und macht Lust, selbst kreativ zu werden.

 

Besprochen von: Annette Huber