Ein Hamburger Gemeinschaftswerk zu einem wichtigen Thema

Das zweite gemeinsame Buch der Elbautor*innen: Mit zwölf informativen, individuellen und berührenden Geschichten, die Kindern und Erwachsenen die wichtigen Kinderrechte nahebringen. Denn, wie Kirsten Boie in ihrem Vorwort schreibt: „Die Kinderrechte sind noch längst nicht überall auf der Welt verwirklicht, nicht anderswo und nicht bei uns. Und bis das der Fall ist, müssen wir alle alles dafür tun, was wir können, dass es geschieht.“ Wunderbar illustriert von Franziska Viviane Zobel. Empfohlen von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur im Extrablatt „Lesen ist wichtig für die Demokratie“.

MIt Texten von: Karin Baron, Brigitte Blobel, Cornelia Franz, Anke Girod, Yvonne Hergane, Cornelia Manikowsky, Katharina Mauder, Annette Mierswa, Jutta Nymphius, Barbara Peters, Marie-Thérèse Schins und Stefanie Taschinski.

Birte Ebsen

Birte Ebsen – Diplom Bibliothekarin
Als Mitarbeiterin der Kinderbibliothek Hamburg bin ich unter anderem im Lektorat für Kindermedien tätig. Mit großer Freude lasse ich die hier entdeckten Geschichten in Veranstaltungen für Kinder und Multiplikatoren lebendig werden.

Ein neuer Fall für die Detektivgruppe mit dem Supernamen

Im zweiten Fall der Gruppe und die drei jungen Detektiv*innen Nils, Evi und Lina geht es um ein Rätsel in den eigenen Reihen: Lina hat kaum mehr Zeit für die Gruppentreffen und ist überhaupt ungewohnt fahrig und unzuverlässig. Auch dem konkurrierenden Detektivclub, den “Zwei Fragezeichen” ist ihr Verhalten schon aufgefallen. Diese beginnen, das syrische Mädchen in ihrer Wohnunterkunft für Geflüchtete zu observieren. Als dann noch das Foto eines unbekannten Jungen in Linas Besitz gefunden wird, mysteriöse rote Kreuze auftauchen und Linas Vater ebenfalls sehr bedrückt wirkt, fangen auch Evi und Nils an, in den eigenen Reihen zu ermitteln. Gut, dass sie gerade einen riesigen verwilderten Garten von einem Freund von Nils’ Opas zur Verfügung haben, um dort in Ruhe kombinieren zu können. Dieser Garten und das dazugehörige Haus entwickeln sich letztendlich als Glück für alle. Neben der durchaus wendungsreichen und spannenden Geschichte erfahren die Leser*innen kindgerecht und beiläufig etwas über den Alltag und die Sorgen Geflüchteter.

Ganz schön was los in Duderstedt

Zehn Tage Sommerferien bei der schrulligen Oma in Duderstedt –  für den zwölfjährigen Bene immer noch akzeptabler, als mit Mama und ihrem schleimigen neuen Freund nach Schweden zu fahren. Zum Glück lernt er schon im Zug von Hannover Mia kennen, die Zöpfe trägt wie Greta Thunberg und mit ihrem weißen Kaninchen reist. Als sich herausstellt, dass Mia, ihr Quasselbruder Ole und ihre vielen Haustiere direkt neben Omas Haus wohnen, ist Benes Sommer gerettet. Doch was will der aufgeblasene Herr von Finkelstein so oft in Omas Wohnung? Stammt das Gewinsel, das Mia aus einem schwarzen SUV gehört hat, von illegal gehandelten Hundewelpen? Was sind das für Briefe, die Oma auf dem Balkon zerreißt? Und was ist mit dem weißen Pulver, das bei dem neuen Nachbarn auf dem Küchentisch verstreut ist?

„Die Spur zum neunten Tag“ ist ein sehr feiner Kinder-Sommer-Krimi, temporeich und komisch erzählt. Und da dieses Buch von Andrea Schomburg ist, verfügt es über ein herrlich schräges erwachsenes Personal und großartige Details wie Teppichfransenkämme, Goldfische in senfgelben Badewannen und einen Schalter, mit dem man den Lauf der Welt verändern kann. Am Ende fügen sich die Puzzleteile dieses Sommers für Bene zu einem ganz überraschenden neuen Bild zusammen.