Große Gedanken für kleine Menschen

Die Kinder Stelio und Lena reisen durch die Welt der großen Philosoph:innen und lernen u. a. Sokrates, Aristoteles, Seneca, Descartes, Platon, Kant , Marx, Nietzsche, Sartre, de Beauvoir, Hannah Arendt, Wittgenstein sowie deren Theorien kennen.  Philosoph:innen haben seit ewigen Zeiten versucht, die Welt zu verstehen und zu verändern. In kurzen Kapiteln, chronologisch geordnet vom 7. Jahrhundert v. C. bis heute reisen Stelio und Lena durch die Zeit und lernen die wichtigsten Denker:innen und deren philosophischen Richtungen kennen und stellen selbst sehr viele Fragen. Außerdem wird den beiden Kindern erklärt, welchen Einfluss die philosophischen Ideen heutzutage noch auf unseren Alltag haben. In den Thesen am Ende jeden Kapitels kann man sich eine Gebrauchsanleitung für das eigene Leben zusammenstellen. Das Buch schließt ab mit ganz aktuellen philosophischen Fragen über die Gleichstellung von Tieren oder KI mit Menschen und wir werden angeregt, selbst weiter zu denken.

 

Treffen sich Weisheitszahn und versteckte Niere

Die beiden “Rudimente” gehen durch ein Museum, das wir alle kennen – es ist unser eigener Körper. Darin treffen sie auf andere Körperteile und Reflexe, die der Mensch heute eigentlich nicht mehr braucht. Bei unseren ganz frühen Vorfahren waren diese allerdings lebensnotwendig. Z. B. das Zucken kurz vor dem Einschlafen, der Klammerreflex bei Babys, der Schluckauf oder ein noch immer als Steißbein vorhandener Schwanz. Anhand dieser und vieler anderer Objekte werden nebenbei Grundsätze der Evolution der der Genetik erklärt.

Against all dots

Das MOMA –  das Museums of Modern Art (MOMA) in New York City besitzt  zahlreiche Werke von Yayoi Kusama – der weltweit wohl berühmtesten bildenden Künstlerin. In „Eine Welt voller Punkte“ erzählt Sarah Suzuki , die stellvertretende MOMA-Direktorin, in wenigen und einfachen Worten die Lebensgeschichte dieser außergewöhnlichen Frau, die 1929 als Gärtnertochter in der japanischen Provinz geboren wurde und in den 1960er Jahren die New Yorker Kunstwelt mit ihren Happenings und Bildern eroberte. 

Punkte in allen Farben und Materialien –  als Bilder und Skulpturen, als Videos, auf riesigen Kürbissen oder als Lichtinstallationen – stehen seit den ersten Visionen als Zehnjährige im Mittelpunkt von Kusamas Werk, und sie begleiten Suzukis Text und die klaren Illustrationen von Ellen Weinstein. So gelingt eine Künstlerinnenbiografie auf 40 luftigen Seiten, welche die immense Bandbreite von Kusamas Schaffen visuell darstellt. Auch wenn manches unerwähnt bleibt, etwa ihr Kampf gegen doppelte Diskriminierung als Frau und Asiatin in der weißen, männlich dominierten Kunstwelt der USA, oder ihre psychischen Krisen und Extremzustände, die sie 1973 Jahren zur Rückkehr nach Tokio und zur Selbsteinweisung  in eine psychiatrische Einrichtung zwangen, wo sie heute noch lebt – „Ein Leben voller Punkte“  porträtiert Kusamas Leben und Werk auf eine Weise, die sowohl dieser einzigartigen Künstlerin als auch den Kindern gerecht wird, für die dieses Buch gestaltet wurde. Das Buch öffnet Türen in die zeitgenössische Kunst und macht Lust, selbst kreativ zu werden.

Nachdenken über Kunst

Ein Mädchen in gelber Kapuzenjacke besucht mit ihrer Klasse ein großes Kunstmuseum und macht sich Gedanken. Und wir als Leser:innen begleiten sie dabei. Sie geht von Raum zu Raum, von Bild zu Bild, manchmal geht sie auch für kurze Zeit verloren – und stellt sich dabei viele Fragen. Wer sind die Menschen auf den Bildern, welche Geschichten werden hier erzählt, und wer hat diese Bilder und Statuen überhaupt gemacht, und wie? Direkte Antworten gibt der Text von Susanna Mattiangeli nicht. Aber die kräftigen Buntstift-Illustrationen von Vessela Nikolova zeigen uns so viel Kunst, von antiken Statuen bis hin zu Bildern der Gegenwart, dass man dieses Buch problemlos als einen Gang durch die abendländische Kunstgeschichte nutzen kann, auf dem man auch einzelne berühmte Werke klar erkennt. Darüber hinaus zeigen die Bilder auch den ganz realistischen Betrieb in einem zeitgenössischen Kunstmuseum, vom Anstehen an der Kasse bis zum abschließenden Besuch im Museumsshop. Ein Buch, das Kinder neugierig auf das Erlebnisfeld Museum macht – und auf die große Kunst!

“Wir sehen uns in der Grube!”

Nach der Lektüre dieses Buches wird es zumindest im Archäologiebusiness keinen Fachkräftemangel mehr geben, zumal noch viele Rätsel der Weltgeschichte zu lösen sind. Äußerst interessant und vielseitig beschreibt die Autorin ihren sagenumwobenen Beruf und räumt gleich mit einigen Mythen auf. Kinder erfahren, was Archäolog:innen eigentlich genau machen. Das ist sehr vielfältig, hat wenig mit Indiana Jones, Lara Croft oder Dinosaurierknochen zu tun. Vielmehr ist es häufig langwierige, anstrengende Arbeit, die aber sehr befriedigend sein kann, wenn etwas Wichtiges entdeckt wird. Alle Fragen werden beantwortet: Wie wird man Archäolog:in? Was gehört zur Ausrüstung? Welche wissenschaftlichen Techniken werden angewandt? Welche großartigen Entdeckungen machten Archäolog:innen, oft auch durch puren Zufall? Mit welchen Legenden räumen sie durch ihre Entdeckungen auf? Wie sah der Alltag der Menschen in der Vergangenheit aus, über die es keine Aufzeichnungen gibt? Und in welchen Museen kann man sich die Ausgrabungen ob sie nun rechtmäßig dort hingehören oder nicht, ansehen?

Hört uns zu!

Geschichte kann auf verschiedene Arten erzählt werden, zum Beispiel linear anhand von Jahreszahlen, Menschen, Gebäuden, Kriegen, oder auch ganz abschweifend. In dem vorliegenden Buch werden die 15 bedeutendsten Reden der Geschichte von der Abraham Lincolns zum demokratischen Selbstverständnis der USA in Gettysburgh 1863 bis zu Greta Thunbergs Aufruf, den Klimawandel endlich ernst zu nehmen, auf dem Weltwirtschaftsforum 2019 in Davos, vorgestellt. Neben den wichtigsten Gedanken der einzelnen Redner*innen werden die Reden in ihrer Ausgestaltung kurz analysiert und in ihrer Wichtigkeit eingeordnet in den Lauf der Welt und ihre politische, gesellschaftliche und historische Bedeutung. Begleitet werden die Auszüge der Reden von kurzen Infotexten und passenden Illustrationen, die die Zusammenhänge verständlich machen. Es lohnt sich manchmal, den Mund aufzumachen.

Von Mendel bis Corona

Eines der Sachbücher, die Kindern komplizierte Sachverhalte verständlich und anschaulich erklären. Die Ärztin beginnt bei den Vererbungsversuchen des Mönchs Gregor Mendel im Jahr 1856, die allen ab ca. 13 Jahren aus dem Biologieunterricht bekannt sein dürften. Dabei wird gezeigt, was Gentechnik ist und welche großen Potentiale aber auch Gefahren in ihr schlummern. Warum ähneln Kinder ihren Eltern oder Geschwistern? Wieso können Haar- oder Augenfarbe bei uns so unterschiedlich sein? Dieses Buch erklärt, wie Vererbung funktioniert, welche Rolle dabei die Gene spielen und was die DNA ist. Eine spannende Reise durch die Wissenschaftsgeschichte, die aktuelle Genforschung und -technik, bis hin zur Frage nach unserer eigenen Identität, denn viel von unserer Persönlichkeit ist schon in unseren Genen angelegt.

The end of the world as we know it

Die Welt wird sich schon in den kommenden Jahrzehnten stark verändern. Doch wie, liegt zum Teil in unseren Händen. Dieses Buch entwirft auf wimmelbildartigen doppelseitigen Illustrationen 12 völlig unterschiedliche Zukunftsvisionen. Werden wir nur in Raumschiffen überleben können? Kommt eine große Dürre oder doch eher eine Flut? Könnte es vielleicht auch schön werden, zum Beispiel ohne Kriege und Grenzen oder mit Kindern als Entscheidern? Wie wäre das Leben ohne Autos oder mit freien Tieren? Andrea Paluch beschreibt die möglichen zukünftigen Szenarien, im Mittelpunkt steht eine aus drei Generationen bestehende Familie. Die Utopien haben eine reale Basis: An vielen der beschriebenen  Maßnahmen, die uns weiterhin ein Leben auf diesem Planeten ermöglichen werden, wird schon geforscht. Das Buch macht auch Angst – Kinder sollten nicht alleine mit den teils sehr düsteren Dystopien gelassen werden. Die Texte des wichtigen Buches sind knapp. Sie beschreiben nur, statt zu deuten. Wir sollen uns mit den Konsequenzen unseres jeweiligen Handelns selbst außeinander setzen.

Vom Urknall zur Utopie

Zunächst wird erklärt, wie Erdöl ensteht, wie es überhaupt entdeckt wurde, wie vielseitig es ist und worin der Rohstoff inzwischen überall enthalten ist. Es steckt in Kontaktlinsen,Medizin, in Farben, in Spielzeug, in Verpackungen, in Straßen oder in unseren Handys, wir verbrauchen es zum Heizen, zum Fliegen oder zum Autofahren – der fossile Rohstoff Erdöl ist allgegenwärtig. Doch dessen Gewinnung und Verarbeitung sind alles andere als umwelt- und klimafreundlich. Nach der Darstellung von Vergangenheit und Gegenwart wird der Blick optimistisch auf die Zukunft gerichtet und dargestellt, wie eine Welt ohne Erdöl aussehen könnte. Es gibt Ideen und Alternativen, die konsequent umgesetzt unsere Erde noch für viele Generationen lebenswert bleiben lassen. Ein Glossar zum Nachschlagen der wichtigsten Hintergründe und Fakten rundet das umfangreiche, akribisch recherchierte und äußerst verständliche Buch ab. Zudem ist es umweltfreundlich (from cradle to cradle – wer nicht weiß, was das ist, findet die Antwort im Buch) hergestellt. Fantastisch, dass das Buch als Wimmelbuch gestaltet ist und es auf den einzelnen Illustrationen wahnsinnig viel zu entdecken gibt. Das macht das Buch auch für jüngere Kinder interessant, die Fakten- und Informationsdichte hingegen sorgt vermutlich  sogar bei Erwachsenen für neue Erkenntnisse.

Die Eule in Athen

Eine kleine Eule und ihr Großvater reisen zu den berühmtesten Stätten des alten mythologischen Griechenlands. Die alte Eule erläutert ihrem Enkel die Mythen, Sagen und Geschichten rund um Götter, Helden und Ungeheuer. Wir blicken in die Büchse der Pandora, begleiten Jason auf seiner Fahrt mit den Argonauten, folgen der Odyssee und bestaunen das Trojanische Pferd. Von den Kämpfern aus Athen und Sparta, vom Olymp und Göttervater Zeus über Orpheus und Persephone in der Unterwelt – die ganze Welt des klassischen griechischen Altertums wird hier schon für Kinder ab acht Jahren dargestellt, die einzelnen Geschichten eignen sich hervorragend zum Vorlesen. Ein Stammbaum zeigt die Familienzusammenhänge der Helden und Götter und eine Karte vom alten Griechenland erläutert, wo die Geschichten stattfanden.

Die können nicht nur Opel fahren

Popel sind gar nicht eklig! Sie können uns vor Viren und Bakterien schützen, die schleimige Masse hat quasi Superkräfte. Das lernen wir in diesem witzig und anschaulich illustriertem Bilderbuch genauso wie alles über die Bestandteile und das Zuhause von Popeln und Nasenschleim, Niesgeräusche aus aller Welt, Schnodder bei Tieren und gerade sehr wichtig: Wie man sich hygienisch schnäuzt, sich und andere vor Tröpfcheninfektionen schützen kann und Schniefnasen behandelt. Am Ende des Buches gibt es noch ein Quiz mit Popelwissen und ein paar Fakten: Wusstet Ihr z. B., das wir täglich einen Liter Schleim schlucken …?

Wie man eine Geschichte schreibt

Immer wieder kommt der Frankfurter Moritz Verlag mit einem Buch um die Ecke, das nicht ins gängige Schema passt. Eins, wo sich die Buchhändlerin kurz am Kopf kratzt und überlegt, in welches Regal sie es sortieren soll – und gleichzeitig eins, das echte Bücher-Freund:innen vor Freude in die Hände klatschen lässt.

Die kluge Buchhändlerin kauft gleich drei Partien von diesem Titel: Eine für die Kinderbuchecke, eine fürs Pädagogikregal und eine für den Belletristik-Novitätentisch. Los wird sie sie alle. Denn  „Ein Elefant macht Handstand“ – und hier werden wir endlich inhaltlich – gibt auf all diesen Ebenen Gas. Es ist ein kurzes Buch mit großer, zweifarbiger Schrift und vielen sinnig-spaßigen Illustrationen von der Hamburger Illustratorin Kerstin Meyer. Sicherlich nicht zufällig entspricht es in Format und Ausstattung den gängigen Erstlesebüchern (nur schöner!). Tatsächlich eignet es sich hervorragend zum dialogischen Lesen, denn der Text ist ein durchgehender sokratischer Dialog zwischen Schriftstellervater Markus Orths und seiner siebenjährigen Tochter Lola, die im Verlauf des Gesprächs selbst zur Schriftstellerin wird. Gedanklich geht der Text deutlich über das gängige Erstleserniveau hinaus, bleibt aber dennoch für Kinder ab sechs Jahren absolut zugänglich. Was mit der Frage „Sag mal, wie schreibe ich denn eine Geschichte?” beginnt, wird zu einer praktischen Übung im Fabulieren, in der Herzchenpapageien und eklige Löwen eine nicht unbedeutende Rolle spielen und in der du ganz lässig lernst, wie eine Geschichte entsteht und wie du sie mit einer Pointe („Po-Ente“) krönst. Und schön ist, dass Papa und Tochter hier ganz auf Augen- und Ohrenhöhe miteinander sprechen.

Also, liebe Deutschlehrer:innen, liebe Kunstlehrer:innen (denn die Illustrationen zum Text sind auch das Studieren wert); liebe Creative-Writing-Coaches, liebe Fans des dialogischen Lesens und liebe alle, die ihr schon immer einen erzählerischen Handstand machen wolltet: kauft, lest, verschenkt dieses Buch. Und schreibt dann selbst eins! 

Relativ genial

Warum gab es solche tollen Sachbücher noch nicht in meiner Lichtjahre zurückliegenden Kindheit? Dann hätte ich damals die Relativitätstheorie und alles, was damit zu tun hat, vielleicht verstanden und würde heute im CERN oder so arbeiten und nicht in einer Bibliothek und keine Kinderbuchrezensionen schreiben. Der große Erkenntnisgewinn dieses Buches wird maßgeblich unterstützt durch die anschaulichen Illustrationen, die zum Besipiel Albert Einsteins lustige Experimente darstellen, mit denen er zu vielen Fragen und dann zu Antworten kam, die ihm 1921 zu Recht den Nobelpreis für Physik einbrachten. Viele seiner Erkenntnisse helfen der Wisenschaft bis heute, obwohl sie schon über 100 Jahre als sind. Neben seiner Arbeit wird auch das Phänomen Albert Einstein beschrieben, der übrigens ein schlechter Schüler war.

Ein Buch so groß wie ein Nationalpark

Wisent Kuba und Eichhörnchen Ula aus dem polnischen Nationalpark Bialowieza besuchen Kubas Cousine, Bison Dakota im Yellowstone Nationalpark in Amerika. Doch danach ist ihre Reise noch nicht beendet, sie führt sie in sieben Nationalparks auf allen Kontinenten der Erde. Dort erleben sie spektakuläre Naturphänomene wie Polarnächte, Permafrost und Vulkane und lernen verschiedene Landschaften kennen. Wir erfahren viel über die Evolution, die Entwicklung der Ökosysteme, die Topographie der Parks, die Jahreszeiten, das Klima. Kuba und Ula begegnen und seltenen Tieren und Pflanzen, Die Parks dienen dazu, diese Artenvielfalt zu erhalten, die der Mensch in vielen Fällen beinahe ausgerottet hat. Neben den fantastischen, detailreichen Illustrationen zu Flora und Fauna ist die Rahmenhandlung des Buches ein Comic um die beiden polnischen Tiere und ihre neuen Freunde, der die wissenschaftlichen Themen schön auflockert.
 

 

 

Die schillernde Jugend

Die norwegische Autorin Linn Skåber hat Teenager begleitet und zu ihrem Leben befragt: Wie fühlt man sich heute als junger Mensch? Was ist das Beste an dieser Zeit zwischen Kindheit und Erwachsensein – und was das Schlimmste? Wovor hast du Angst, was macht dich froh? Wie siehst du deine Eltern? Und was ist dein größter Traum? Aus diesen Gesprächen ist eine beeindruckende Sammlung von verschiedenartigen Texten geworden, in denen die Zeit der Pubertät sehr persönlich und einfühlsam beschrieben wird. Die Bandbreite der Texte ist groß: Gedichte, Geschichten, Lustiges, Trauriges, immer Ehrliches. Die Autorin komponiert ein Epos aus ein bisschen Wehmut über das Ende der Kindheit und freudiger Aufregung über das, was den jungen Menschen noch alles passieren wird. Ein tolles Geschenk zur Konfirmation.
 

Die Evolution des Mensch

Ein erstes Sachbuch für Kinder, das versucht, die komplexe Entwicklung vom Primaten zum Menschen von heute zu beschreiben, ohne auf wissenschaftliche Genauigkeit zu verzichten. Das ist am Anfang des Buches, an dem die anatomische Entwicklung des Menschen beschrieben wird, ganz schön kompliziert, doch durch die anschaulichen und gleichzeitig stimmungsvollen Illustrationen wird’s dann deutlich. Im zweiten Teil untersucht das Buch, wie sich unsere Kultur und Lebensweise entwickelt hat, von der Nahrungssuche und -zubereitung, dem Handel, der Gründung von Siedlungen, dem Gesundheitswesen, Haustieren, bis zur Kunst, Religion, Sprache und Schrift. Dabei staunt man, was alles schon vor vielen tausend Jahren ähnlich funktionierte wie heute. Am Ende gibt es noch einen Ausblick, wie es mit der Evolution des Menschen weitergehen könnte, den abgeschlossen ist so ein Vorgang nie. Für Kinder und deren Erwachsene und toll, um über die einzelnen Aspekte der Evolution gemeinsam weiter nachzudenken.

Jetzt wird’s laut: Das besondere Sachbuch für Vorleser

Lesen ist toll, aber Vorlesen ist manchmal fast noch besser! Dieses Buch versammelt 44 “Vorlesetipps vom Profi für alle von 9 bis 99”. Ein All-ager also? Tatsächlich ist das durchgehend illustrierte und locker layoutete Buch nicht nur für Kids interessant, die sich z.B. auf den bundesweiten Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen vorbereiten (die erste Phase läuft zurzeit), sondern es enthält auch sehr nützliche Anregungen für ältere Semester.

Die Hamburger Kinderbuchautorin Irene Margil hat Hunderte von Schullesungen durchgeführt und gibt in diesem Hardcover ihre besten Ratschläge weiter – zu Textauswahl und -aufbereitung; zur Vorbereitung des Vorlesens mit stimmbildenden Zungenbrechern und Sprechübungen und zur konkreten Vorbereitung am Vorleseort. Und wenn es dann ernst wird, sind ihre Tipps gegen Lampenfieber und zum Umgang mit dem Publikum allen eine Hilfe, die sich mit einem Text auf eine Bühne (und sei sie auch noch so klein) stellen!